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„Kunststoff-Schwimmtiere
als Biotope für Mikroorganismen und mögliche
Infektionsquellen für Kleinkinder“
– unter diesem Titel erschien bereits 1976 ein Artikel, der auf die
möglichen
Risiken von Badespielzeug hinweist.1 Bemerkenswerter Weise
sind
entsprechende Zusammenhänge jedoch kaum erforscht und in der
medizinischen
Literatur praktisch nicht beschrieben worden. Ein Fallbericht über
einen
Ausbruch von Pseudomonas-Infektionen auf einer
pädiatrisch-onkologischen
Station stellt eine seltene Ausnahme dar. Ein Arzt aus Chicago, USA,
beschreibt
den Fall eines Kleinkindes mit Diarrhö durch Giardia-Erreger. Als
mögliche
Ursache wurde ein Ereignis angesehen, dass kurz vor der Erkrankung
stattgefunden hatte: das Kind hatte abgestandenes Wasser aus einem
Badespielzeug in einem Planschbecken gequetscht und einige Schlucke des
Wassers
getrunken. Es wird in dem Leserbrief an das „New England Journal of
Medicine“
darauf hingewiesen, dass insbesondere Badespielzeug als
Infektionsquelle wegen
des kontaminierten Wassers risikoreicher sein kann als anderes
Spielzeug und
dass dieses Risiko mehr beachtet werden sollte. Die oben erwähnte
fast 30 Jahre
alte deutsche Publikation gehörte zu den wenigen Hinweisen in der
medizinischen
Literatur, die der amerikanische Kollege bei seiner Recherche finden
konnte.2
1. RUSCHKE, R.
Zentralbl
Bakteriol 1976; 163: 556-564 2. SMALHEISER,
N.R. N Engl J Med
2004; 350:521 |
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