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Lomefloxacin
ist ein Fluorchinolon, das vor über 10
Jahren erstmals
beschrieben wurde und das in einigen Ländern zur oralen,
antibakteriellen
Therapie im Handel ist.1 Die Substanz
gehört
zu jenen Fluorchinolonen, die in Position 8 des Moleküls ein
zweites
Fluoratom aufweisen. Diese Struktur bewirkt eine relativ hohe
Photoinstabilität,
die zu phototoxischen Hautreaktionen führen kann. Dies ist einer
der
Gründe, weshalb Lomefloxacin in Deutschland nicht zur systemischen
Therapie zugelassen worden ist. Es ist bemerkenswert, dass dieses
Chinolon
nun in Form von Augentropfen unter dem Handelsnamen OKACIN auch bei uns
"das Licht der Welt erblickt". Selbstverständlich ist Lomefloxacin
nach wie vor photoinstabil und der Hersteller der Augentropfen gibt in
der Fachinformation den folgenden Hinweis:
"Bei Okacin handelt es sich um einen Gyrasehemmer mit sehr hohem phototoxischen Potential. Daher ist vor einer Anwendung mit Okacin eine Exposition von UV-Licht sicher auszuschließen." An anderer Stelle wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass mit den Augentropfen phototoxische Effekte bisher nicht beobachtet worden seien. Ein leichtes Brennen nach der Anwendung kann jedoch auftreten.2,3
![]() Strukturformel Lomefloxacin Die rasche bakterizide
Wirkung der Chinolone, ihr relativ breites
Spektrum
und die gute Gewebegängigkeit stellen günstige
Voraussetzungen
dieser antibakteriellen Wirkstoffe für eine Therapie bakterieller
Infektionen des Auges dar. Die Anwendung bei bakterieller
Konjunktivitis
sollte jedoch nur nach strenger, fachärztlicher
Indikationsstellung
erfolgen. Wenn eine topische Therapie mit Chinolonen für
erforderlich
gehalten wird, stehen neben Lomefloxacin auch Norfloxacin
(CHIBROXIN),
Ofloxacin
(FLOXAL) und Ciprofloxacin
(CILOXAN) zur Verfügung.
Diese
drei Präparate gehören nicht zu den 8-Halogenderivaten und
weisen
ein deutlich geringeres phototoxisches Potential auf.
Mit Lomefloxacin
(OKACIN) steht ein
weiteres Fluorchinolon
zur topischen Therapie bakterieller Konjunktivitiden zur
Verfügung.
Die Anwendung der Substanz mit hohem phototoxischem Potential sollte
nur
nach strenger fachärztlicher Indikationsstellung erfolgen. antimicrobial spectrum, potency, and development of resistance. Diagn Microbiol Infect Dis. 1989 May-Jun;12(3):221-33. 2. Fachinformation OKACIN, CIBA Vision, November 1999 3. JAUCH A, FSADNI M et al. Meta-analysis of six clinical phase III studies comparing lomefloxacin 0.3% eye drops twice daily to five standard antibiotics in patients with acute bacterial conjunctivitis. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 1999 Sep;237(9):705-13. |