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Mechanismen
der Fosfomycin-Resistenz bei
E. coli Angesichts
der zunehmenden Häufigkeit von E. coli -Stämmen mit Resistenz
gegen
Cotrimoxazol (diverse Handelsnamen) und Ciprofloxacin (CIPROBAY u.a.),
wird in
einigen Ländern vermehrt Fosfomycin-Trometamol (MONURIL) als
Therapeutikum der
Wahl bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen empfohlen. Trotz
häufiger
Anwendung des Präparates in Italien und Spanien in den vergangenen
Jahren, ist
die Resistenzsituation bisher auch dort noch unverändert
günstig. Resistente
Stämme sind weltweit selten, kommen aber durchaus auch in klinisch
gewonnenem
Untersuchungsmaterial vor. Japanische
Mikrobiologen untersuchten die Mechanismen der Fosfomycin-Resistenz im
Detail.1
Fosfomycin hemmt das Enzym
UDP-N-Acetylglucosamin-Enolpyrovyl-Transferase
(MurA), und damit den ersten Schritt der Peptidoglykansynthese. Das
Molekül
bildet eine kovalente Bindung mit dem Cystein in Position 115 im
aktiven
Zentrum des Enzyms und blockiert dadurch die bakterielle
Zellwandsynthese. Das
Antibiotikum wird durch aktiven Transport in die Bakterienzelle
aufgenommen.
Dabei spielen zwei Transportproteine (GlpT und UhpT) eine Rolle.
Diverse
Mechanismen der Resistenzentstehung sind bekannt. So können die
resistenten
Erreger veränderte Transportproteine aufweisen, das Zielenzym kann
verändert
sein oder das Bakterium kann Fosfomycin-verändernde Enzyme (FosA)
bilden. Bei
zwei der sechs in Japan untersuchten Stämme fanden die Autoren
eine Mutation,
die zu einem Aminosäureaustausch im MurA-Protein führte
(Asp369Asn oder
Leu370Ile), bei den anderen Stämmen lag eine Mutation im glpT-Gen vor. Bei zwei Stämmen fehlte das uhpT-Gen völlig. Die minimalen Hemmkonzentrationen
von Fosfomycin
lagen bei diesen klinischen Isolaten bei 256 mg/l oder höher. FOLGERUNG
DER AUTOREN: E. coli-Stämme mit Resistenz gegen Fosfomycin
(MONURIL u.a.) sind
selten. In Japan konnte gezeigt werden, dass der Resistenz entweder
Veränderungen im Angriffspunkt des Antibiotikums oder in den
Transportproteinen, über die Fosfomycin in die Zelle aufgenommen
wird, zugrunde
liegen. |