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ein neues Fluorchinolon
Aktuelle Ergänzungen am Ende des Textes Relativ gering ist dagegen die Aktivität im grampositiven Bereich: so werden zum Beispiel Pneumokokken erst bei Konzentrationen von 8,0 mg/l gehemmt. Insgesamt sind hinsichtlich der antimikrobiellen Eigenschaften (in vitro -Aktivität) keine Verbesserungen in Vergleich zu den heute überwiegend eingesetzten Fluorchinolonen vorhanden.
Pharmakokinetische Eigenschaften
Die Bioverfügbarkeit von
Fleroxacin nach oraler Einnahme
ist exzellent: die Substanz wird praktisch vollständig aus dem
Magen-Darmtrakt
resorbiert. Die mittlere Spitzenkonzentration nach Einnahme von 400 mg
liegt bei etwa 4 bis 6 mg/l und die "Fläche unter der
Konzentrations-Zeit-Kurve"
wurde mit 70 mg/l x h berechnet. Die AUC ist damit um ein Mehrfaches
höher,
als die entsprechenden Werte von Ciprofloxacin oder Ofloxacin.
Fleroxacin wird nur in geringem Ausmaß metabolisiert
und mit einer Eliminationshalbwertzeit von 9 bis 13 Stunden
überwiegend
renal eliminiert. Therapeutische Wirksamkeit
Die übliche
therapeutische Dosis von Fleroxacin beträgt
einmal 400 mg/Tag. Das Arzneimittel kann oral oder intravenös
gegeben
werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance
<
40 ml/min) soll die Dosis auf 200 mg reduziert werden.
Unerwünschte Wirkungen
Während der klinischen
Prüfung an über
4000 Patienten wurden in 21% der Fälle unerwünschte
Reaktionen
bemerkt. Dabei wurde jedoch zunächst nicht unterschieden, ob ein
Kausalzusammenhang
mit der Einnahme des Medikamentes bestand oder nicht. Gastrointestinale
Beschwerden sind mit 11% die häufigsten unerwünschten
Wirkungen,
die unter der Einnahme von Fleroxacin auftraten. Am häufigsten kam
es zu Übelkeit, relatv selten (< 1%) waren Diarrhöen.
Zentralnervöse
Störungen, wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel,
traten
bei 9% der Patienten auf. In direkten Vergleichsstudien mit anderen
Fluorchinolonen
war die Verträglichkeit von Fleroxacin gleich gut oder nur
geringfügig
schlechter. In Dosierungen von > 400 mg war die Fleroxacin-Therapie
mit
einer unakzeptablen Rate an unerwünschten Wirkungen verbunden. Bei
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (ältere
Patienten!)
sollte darauf geachtet werden, daß es nicht durch unbeabsichtigt
hohe Plasmaspiegel zu Nebenwirkungen kommt.
Eine wichtige, klinisch
relevante Interaktion der Fluorchinolone
besteht bei gleichzeitiger Gabe von mineralischen Antazida. Die
Beeinflussung
der Bioverfügbarkeit bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium- und
Aluminium-haltigen
Antazida beeinflußte die Absorption von Fleroxacin zwar nur
relativ
geringfügig (ca. 25%), doch sollte zwischen der Einnahme des
Chinolons
und der Gabe eines Antazidums, wie zum Beispiel MAALOX, eine Zeitspanne
von etwa zwei Stunden liegen, um diese Interaktion zu vermeiden. Im
Gegensatz
zu Enoxacin
(GYRAMID)
oder Ciprofloxacin führt Fleroxacin offenbar nicht zu
Interaktionen
mit Coffein oder Theophyllin.
Fleroxacin (QUINODIS) ist ein neues Fluorchinolon, das sich durch eine vollständige Bioverfügbarkeit und relativ lange Halbwertzeit, bei niedrigerer Metabolisierungsrate, auszeichnet. Hinsichtlich der antibakteriellen Aktivität ist es den bisher bekannten Derivaten dieser Gruppe nicht überlegen. Es kommt insbesondere bei bakteriellen Infektionen des Urogenitaltraktes zum Einsatz. Von Vorteil ist die lange Eliminationshalbwertzeit, die eine 1-mal tägliche Dosierung möglich macht. Aktuelle Ergänzungen (Oktober 2000) 2. BALFOUR
JA, TODD PA et al. Fleroxacin.
A review of its pharmacology and therapeutic efficacy in
various infections. Drugs. 1995 May;49(5):794-850. Aktuelle Ergänzungen (Mai 2004)
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